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Was ist ein RFID Chip

RFID bedeutet “Radio Frequency Identification”; zu deutsch “Identifizierung mit Hilfe von elektromagnetischen Wellen“. Wie der Name schon sagt, wird dabei mit elektromagnetischen Wellen gearbeitet. Es ist ein Verfahren zur automatischen Identifizierung von Gegenständen und Lebewesen. Neben der berührungslosen Identifizierung und der Lokalisierung von Gegenständen steht RFID auch für die automatische Erfassung und Speicherung von Daten. In der Schweiz besteht seit 2006 die Pflicht, Hunde mit RFID Chips zu versehen.

Ein RFID Chip ist ein winzig kleiner Computerchip, welcher mit einem Draht versehen ist. Dieser Draht dient als Antenne. Der Chip wird mehr und mehr in Konsumgüter, Verpackungen, Etiketten und eben auch in Pässe und Identitätskarten eingebaut und ist für den Konsumenten unsichtbar. Er funktioniert ohne Batterie per Funk. Der Chip wird von sogenannten Lesegeräten angesteuert und sendet die auf ihm gespeicherte, weltweit einmalige, Nummer zurück ans Lesegerät.

RFID-Chips verbreiten sich inzwischen überall und unsichtbar in unserem Leben. Sie sind u.a. zu finden in:

Eintrittskarten, Fahrkarten, Verpackungen aller Art, Konsumgütern wie z.B. Bücher, Kleidung, Möbel, Geldscheinen etc. Die Liste lässt sich endlos erweitern. Durch die winzige Grösse kann der Chip praktisch überall unbemerkt angebracht werden.

Die Integration eines RFID Chips in sämtliche Schweizer Pässe und Identitätskarten funktioniert so:

So funktioniert RFID

RFID Lesegeräte können überall unsichtbar installiert werden. Ihre Reichweite beträgt mehrere Meter. Das heisst, dass durch elektromagnetische Wellen, welche auf den Träger eines RFID Chips in Gütern oder Ausweispapieren gerichtet werden, diese Daten ausgelesen werden können. Durch Vernetzung dieser Daten mit anderen Datenbanken kann ein exaktes Bewegungs- und Konsumprofil des Bürgers erstellt werden. Konsumgüter, welche mit einem solchen Chip ausgestattet sind, können zum Beispiel mit dem Träger eines Ausweises in Verbindung gebracht werden. Oder unschuldige Bürger, die sich irgendwo treffen, können so in Verbindung gebracht werden.

Die flächendeckende Einführung von biometrischen Schweizer Pässen und Identitätskarten weist genau in diese Richtung. Da im Bundesbeschluss steht, dass der Bundesrat bestimmt, wer Zugriff auf diese Daten erhalten soll, hat der Bürger danach keinerlei Möglichkeit mehr zu kontrollieren, wer Zugriff auf seine persönlichen Daten hat und was mit diesen Daten geschieht. Genauso wenig hat der Bürger die Möglichkeit zu kontrollieren, wo und wie oft diese Daten aus dem Chip ausgelesen werden und in welche Datenbanken diese Daten übertragen werden.