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Die “Aber-ich-habe-ja-nichts-zu-verbergen” Ausrede

Von: Mittelland-Zeitung

5.5.2009. Jetzt wenden viele ein: Ein unbescholtener Bürger hat nichts zu fürchten. Das stimmt nur halb. Denn auch die Fingerabdrücke eines Unschuldigen können an den Tatort gelangen. Die Schweizerinnen und Schweizer haben zudem schlechte Erfahrungen mit Datenbanken gemacht - nicht nur in der Fichenaffäre. Auch heute ist für den Einzelnen nicht kontrollierbar, ob und welche Daten der Nachrichtendienst über ihn sammelt. Die simpelste Regel des Datenschutzes lautet deshalb: Erst gar keine Datenbank zulassen. Das beugt Hackerangriffen und Missbrauch am effizientesten vor.

Von: blog.netzpiraten.ch

Ich hab nichts zu verbergen. Also übers Portemonnaie wird es definitiv einige Leute Schmerzen, aber was ist mit der “Ich-hab-nichts-zu-verbergen”-Fraktion? Kein Problem damit, das alle Biometrischen Merkmale zentral gespeichert werden? Die sind doch sicher gut aufgehoben, oder? Nun ja, es gibt kein perfektes System und wird es wohl auch nie geben. Egal welchen Aufwand man betreibt, sicher ist kein System hundertprozentig - weder bei der Bank noch beim Bund.

Und das wird nur die Spitze des Eisberges sein. Keine Firma oder Behörde wird freiwillig eine Datenpanne zugeben wenn sie nicht wirklich muss! Aber es ist doch egal wenn diese Daten in falsche Hände kommen, was sollen die damit schon anfangen? Die Datensammler wollen möglichst viele Daten miteinander Verknüpfen um den gläsernen Menschen Realität werden zu lassen: bessere Profile helfen dann bei der Kredit- und Hypothekenvergabe, bei der Mitarbeiter-Suche oder einfach beim Online einkaufen, um nur einige zu Nennen. Kriminelle Organisation sind am elektronischen Fingerabdruck interessiert: Der Gratis Eintritt ins Hallenbad oder der kostenlose Einkauf in einem Supermarkt dürften dann wohl die kleinsten Probleme sein. Aber sind das nicht kleine Einbussen im Vergleich dafür, besser von diesen bösen Terroristen geschützt zu sein? Da kann man wohl ein kleines Opfer erwarten, oder? Statistisch gesehen ist aber leider die Wahrscheinlichkeit von einer Leiter in den Tod zu stürzen wesentlich grösser als der Tod durch Terroristen! Wieso also der ganze Aufwand - einen abrufbaren, polizeilichen Leiterdienst gibt es doch auch nicht? Die Antwort ist recht einfach: die totale Überwachung.

Na und jetzt? Wie gesagt: “ich habe nichts zu Verbergen”, bin ich doch ein redlicher Bürger! Oder? Ich arbeite schon seit einem Jahrzehnt fast täglich mit riesen Datenmengen und kann wahrlich ein Lied davon singen: Es gibt immer irgend welche falsche oder inkonsistente Datensätze! Das Problem für den normalen, braven Bürgen ist nicht, dass er bei etwas Illegalem erwischt wird, sondern die falsche Verarbeitung der Daten! Dies kann zum Beispiel durch eine nicht erfolgreiche Datenbereinigung bei einem Data Minig der Fall sein, welches unter anderem durch eine Gesichtserkennungssoftware gewonnene Daten durch die Videoüberwachung im öffentlichen Raum und den zentral gelagerten Passbildern passiert. Und plötzlich soll man für etwas gerade stehen mit dem man nichts zu tun hat! Die System sind ja über alle Zweifel erhaben und arbeiten zuverlässig. Bei einem Foto kann man zumindest noch auf Aufklärung hoffen, in anderen Fällen kann es aber dümmer enden.

Fiktion? Zukunftsmusik? Denkste! Hier eine kleine Geschichte aus meinem Arbeitsleben die wirklich passiert ist:

Es war einmal ein netter Herr X. Dieser war ein redlicher Bürger und arbeitet hart, lies sich nie etwas zu Schulden kommen und zahlte seine Rechnungen immer pünktlich. Oft und gerne machte er Gebrauch vom Online-Shopping und genoss die Vorzüge der bargeldlosen Zahlungsmittel. Herr X wohnte in einem grossen Wohnhaus und lustiger weise wohnte im selben Haus auch ein anderer Herr mit dem genau gleichen Namen. Dieser jedoch war schon länger Arbeitslos und hatte Mühe all seine Rechnungen zu Bezahlen. Aber egal, er war trotzdem auch ein netter Kerl. Nach einer gewissen Zeit zog es unseren gut verdienenden Herr X wieder weiter in ein schönes Haus und er genoss seine spärliche Freizeit. Plötzlich jedoch konnte er keine Artikel mehr bei gewissen Internetshops bestellen - ausser auf Vorauskasse! Aber früher hat es doch auch immer problemlos funktioniert, wieso zicken den auf einmal diese blöden, elektronischen Systeme? Zum Glück war Herr X der Verantwortliche bei einem dieser grossen Schweizer Online- Shopping-Plattformen und stellte per Zufall fest, dass seine Bonität bei Intrum in den Keller gesackt ist. Durch seine Position und der Geschäftsbeziehung zu Intrum war dann das Problem schnell lokalisiert und auch behoben: Beim Umzug sind die beiden Datensätze verwechselt worden. Aber was ist mit jemandem der nicht dieses Glück hat? Die Bank verweigert einem die Hypothek und man kann sich das schon sicher geglaubte Traumhaus nicht finanzieren?

Solange es nur um den Konsum geht, könnte man meinen ist alles nur halb so schlimm. Was aber wäre, wenn bei einem kaltblütigen Raubmord Fingerabdruckattrappen von zufällig deinen, geklauten und verkauften Fingerabdruckdaten verwendet worden wären? Na dann gute Nacht!”

Von: wiso.zdf.de

2.2.2009. Datenschützer schlagen Alarm. Deutschlands oberster Datenschützer Peter Schaar sieht die Gefahr, dass die Informationen in falsche Hände geraten. Seine Forderung: Mehr Sorgfalt in den Behörden: “Wenn der Staat zusätzliche Daten von seinen Bürgern erhebt, dann muss er auch dafür sorgen, dass diese Daten ausreichend gesichert sind: Gegen Missbrauch intern, also durch eigene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, aber auch gegen externe Hacker - und das wird bisweilen vernachlässigt.” Dabei hatte die Bundesregierung versprochen, mit dem neuen Verfahren zur Erstellung des elektronisch lesbaren Reisepasses werde alles besser, die Sicherheit gestärkt. Doch weit gefehlt: Datenschützer Schaar sieht keinen Fortschritt bei der Sicherheit, obendrein seien die Informationen nicht ausreichend geschützt, obwohl sie zunehmend sensible Personendaten enthalten, kritisiert der Datenschutzbeauftragte. … Die Folgen können enorm sein, denn Kriminelle müssten die Informationen nur noch einsammeln, fürchtet Sicherheitsexperte Gunnar Porada: “Ich habe eigentlich grundsätzlich als ordentlicher Staatsbürger keine Bedenken, wenn man mich überprüft. Das Problem, das ich sehe, ist, dass das Missbrauchspotenzial enorm steigt. Wenn meine Daten manipuliert werden in einem Computer oder beim Reisepass, habe ich kaum noch Chancen zu beweisen, dass ich es nicht war, dass ich unschuldig bin, weil man den Geräten und den gespeicherten Informationen mehr vertraut.

Von: kopp-verlag.de

23.8.2008. In Großbritannien sind alle Daten über Kriminelle abhanden gekommen. Während man in Deutschland über den illegalen Handel mit den Daten von Millionen unbescholtenen Bürgern diskutiert, erlebt Großbritannien einen Super-GAU. In London sind die Daten von 130.000 Kriminellen abhanden gekommen. Sie sind einfach weg. Und nun hat man Panik. In Deutschland gibt es einen »Skandal« um die Weitergabe personenbezogener Daten. Das ist bekannt. Und die Politiker beschäftigen sich mit dem Fall. Wirtschaftsminister Michael Glos brachte ein vollständiges Handelsverbot von personenbezogenen Daten ins Gespräch, die Justizministerin Brigitte Zypries will die Gewinne der Datenhändler abschöpfen. Solche Vorschläge sind politischer Alltag. Was aber macht man, wenn brisante Daten nicht verkauft werden, sondern einfach verschwinden? In Großbritannien ist ein USB-Stick mit den Daten von 84.000 Häftlingen, 10.000 Schwerverbrechern und zehntausenden weiteren Daten Krimineller einfach verloren gegangen. Man hat nun Angst davor, dass zehntausende Häftlinge die Regierung auf Schadensersatz verklagen. Denn die Daten sind auf dem USB-Stick nicht verschlüsselt. Und ein jeder Finder des USB-Sticks hätte den freien Zugriff auf alle Datensätze. Da gibt es Datensätze über Sexualstraftäter, Datensätze über potentielle Terroristen und Datensätze über Personen, die observiert werden. Der britische Telegraph berichtet nun, dass der britische Steuerzahler wohl nun jedem Kriminellen, der wegen der Datenschlamperei ein Gerichtsverfahren anstrenge, Schmerzensgeld zahlen müsse, weil Rechte verletzt und die Datensicherheit grob fahrlässig gehandhabt worden sei. Dummerweise reiht sich der peinliche Vorfall ein in eine Reihe ähnlicher Vorkommnisse. Seit 2003 werden nun mindestens 88 USB-Sticks mit geheimen oder streng vertraulichen Daten bei den Regierungsbehörden vermisst. Nun sollten deutsche Leser nicht hochmütig über die Datenschlamperei der Briten lächeln. Denn ganz zaghaft kommen in diesen Tagen Meldungen an die Öffentlichkeit, dass es solche Datenschlampereien auch in deutschen Justizkreisen gibt, Beispiel Rheinland-Pfalz: Dort sind persönliche Daten aus der Jugendstrafanstalt Schifferstadt auf der Straße gefunden worden. Ein Pfortenbuch mit den Namen von mehr als 150 Anwälten, rund 200 jugendlichen Häftlingen und zahlreichen Ermittlern geriet in die falschen Hände. In dem Kalender seien Besuche von Anwälten bei ihren Mandaten vermerkt worden, heißt es. Man hatte die Unterlagen nicht korrekt entsorgt.

Von: freiheitskampagne.ch

31.8.2008. Mit so einem Pass kann man nicht nur die Bösen bespitzeln, sondern im Prinzip jeden - jeder könnte ja ein potenzieller Terrorist sein. Wer hat alles Zugang zu den privaten Daten auf der zentralen Datenbank? Wir haben keine Ahnung, wer in zehn Jahren die Herrschaftshoheit haben wird. Beim heutigen Kurs der EU, bei dem die Demokratie schleichend flöten geht, müssen wir Schweizer uns nichts vormachen: Das Volk hat bald nichts mehr zu melden. Aber es wird den biometrischen Pass haben. Was Gestapo und Stasi nicht erreichten, gelingt dann mit Hilfe von RFID: die totale Überwachung weltweit. Wer meint, er habe ja nichts zu verbergen: Unter falschem Regime reicht es, eine abweichende Meinung zu haben, “die die Staatssicherheit gefährdet”.

Von: kinderohnerechte.ch

Na und ? ich habe doch nichts zu verbergen. Personalausweise mit RFID-Chip sollen angeblich die Verbrechensbekämpfung erleichtern. Die Erfassung und das zentrale Speichern der persönlichen Daten aller Einwohner Europas, sowie die Tatsache, dass so viele darauf Zugriff haben, wird jedoch die Sicherheit der Bürger nicht erhöhen. Sie setzt diese vielmehr kriminellen Angriffen in erhöhtem Masse aus. Auch die Gefahr des Missbrauchs durch staatliche Stellen wird dadurch massiv erhöht. Diktaturen aller Schattierungen haben jeweils ihre Bürger bespitzeln lassen. Eine derart lückenloses Wissen hat jedoch bisher noch nie eine gehabt. Sie haben nichts zu verbergen? Mag sein, aber jene, die alles über Sie wissen wollen schon.

Von: Schweizmagazin.ch

14.05.09. Biometrische Pässe: Das FBI will unsere Daten. Das FBI will mit anderen Nachrichtendiensten eine globale biometrische Datenbank namens “Server in the Sky” und ein welt­weites biometrisches Überwachungsnetz erschaffen. Eine gigantische Gen-Datenbank in Grossbritannien umfasst neben den Profilen von Kriminellen mittlerweile auch hundert­tausende von Profilen unschuldiger Menschen. Interpol will mittels einer gigantischen biometrischen Daten­bank und massenhaften Gesichts-Scans für alle Reisenden eine automatisierte und permanente Massenfahndung ein­führen. Die Datenbank soll die Biometriedaten sämtlicher Bürger beinhal­ten, die jemals über die Grenzen ihres Landes gereist sind. Die zentrale Gesichtsdaten­bank soll zudem mit den existierenden Fingerabdruck- und DNA-Datenbanken zu einem weltweiten System verbunden werden, das alle Bereiche des bürgerli­chen Lebens erfasst. Wenn unsere Biometriedaten erstmal erstellt und in unse­ren Ausweisen gespeichert sind, dann werden sie auch vieler­orts ausgelesen. Wer oder was soll dann eine unkontrollierte Ver­vielfältigung und Verbreitung der Daten sowie deren Speiche­rung in globalen Datenbanken noch stoppen? Es ist wie beim Internet - was einmal drin ist, das kriegt man nicht mehr raus. Die zentrale Speicherung unserer biometrischen und geneti­schen Daten sowie ihre unkontrollierte Verbreitung bergen enorme Sicherheitsrisiken, denn derart sensible Daten­bestände verleihen den Behörden unerhörte Macht. In einer biometrisch-genetisch verwalteten und überwachten Gesellschaft können die Behörden beispielsweise Spuren fälschen. Anders­denkende können so mit Verbrechen in Verbindung gebracht werden, die sie nicht begangen haben.

Von: deinedatendeinemacht.wordpress.com

11. März 2008. Heute wurde ein Vertrag zwischen Deutschland und den USA unterzeichnet, der weitreichenden Datenaustausch vorsieht. Es geht dabei um folgende Daten:
Name
Geburtsdatum
Staatsangehörigkeit
Fingerabdrücke
DNA-Profile
Nicht nur die Daten von Schwerverbrechern können dabei von 17′000 amerikanischen Behörden online abgerufen werden, sondern jeder erkennungsdienstlich erfasste Bürger. Dies umfasst z.B. auch Asylbewerber, bei Demonstrationen erfasste Bürger oder Visumantragssteller. Die (in amerikanischen Behörden gespeicherten) Daten deutscher Bürger unterliegen dabei keinem Datenschutz, denn das amerikanische Datenschutzgesetz bezieht sich explizit nur auf Daten von Inländern. Zudem enthält der neu geschlossene Vertrag kaum konkrete Datenschutzbestimmungen und sieht keine unabhängige Datenschutzkontrolle vor.

Von: daten-speicherung.de

5. Mai 2009. Zugriff der USA auf Fingerabdrücke und DNA von Deutschen geplant. Ohne parlamentarische Beteiligung, hinter verschlossenen Türen und im deutschen Alleingang haben Wolfgang Schäuble (CDU) und Brigitte Zypries (SPD) mit den USA ein Abkommen ausgehandelt, welches einer ungenannten Zahl US-amerikanischer Behörden (darunter US-Strafverfolger, US-Grenzbehörden und US-Geheimdienste) einen direkten Online-Abgleich von Fingerabdrücken und DNA-Körperproben mit deutschen Datenbanken ermöglichen soll. Außerdem sollen deutsche Behörden den USA ungefragt melden dürfen, welche Personen sie der Beteiligung an oder Planung von terroristischen Aktivitäten verdächtigen.

Von: Die Presse

25.03.2009. Visa-Drohung: USA wollen Österreichs Polizeidaten. US-Heimatschutz fordert Namen, Adressen, Fingerabdrücke, DNA-Daten aus Ermittlerbeständen. Bei einer Weigerung droht Österreichern die Visapflicht. Streng vertraulich trafen Anfang dieser Woche im zweiten Stock der Herrengasse 13, einer Dependance des Außenministeriums, hochrangige Vertreter des US-Heimatschutzministeriums österreichische Kollegen aus mehreren Ministerien. Der brisante Wunsch der USA: Österreich möge den Vereinigten Staaten dauerhaft und online Einsicht in ihre Polizeicomputer gewähren. Namen, Adressen, Fotos und Fingerabdrücke der darin gespeicherten Personen sollen den US-Behörden zur Verfügung stehen. … Zwei Entwürfe für entsprechende bilaterale Abkommen liegen der “Presse” vor. Für den Fall, dass sich Österreich weigert, derartige Daten weiterzugeben, hat die US-Administration vorgesorgt: Sie droht unverblümt, für Österreicher bei der Einreise in die USA die Visumpflicht wieder einzuführen. … Einmal über den Atlantik gesendet, findet das relativ strenge österreichische Datenschutzgesetz auf die übermittelten Daten keine Anwendung mehr. Was die Amerikaner mit den Informationen dann machen, bleibt ihnen überlassen. In Wien kündigten sie bereits an, die so gewonnenen Daten “for any lawful service” einzusetzen. … Nach Angaben des Heimatschutzes kooperieren bereits 25 Staaten mit den USA. Welche das sind, ist geheim. Die Daten, die in das System gelangen, werden von den Amerikanern auch nicht auf ihre Zuverlässigkeit überprüft. Was bei Informationen von Nachrichtendiensten problematisch ist, weil es dafür keinen Rechtsschutz gibt. So wurde etwa ein in einem sensiblen Bereich tätiger Mitarbeiter des Flughafens Schwechat vom österreichischen Verfassungsschutz aufgrund nachweislich falscher Geheiminformationen für nicht vertrauenswürdig befunden und gekündigt. Problematisch ist der Datenverbund auch, weil Informationen 99 Jahre lang gespeichert werden sollen. Weil auch Suchabfragen von Namen, die gar keine Treffer ergaben, 25 Jahre im System bleiben, können reisefreudige Personen und auch Geschäftsleute nach mehreren Abfragen automatisch zu Verdächtigen werden, befürchten Datenschützer. Bei der nächsten Einreise liege für den kontrollierenden Beamten der Verdacht nahe, dass die vielen Abfragen der Vergangenheit wohl einen speziellen Grund gehabt hätten. Das System produziere so seine Verdächtigen mit der Zeit selbst. Unabhängig davon, ob zur geprüften Person etwas vorliege oder nicht.

Von: rue89.com

2.3.2008. Les USA veulent les données personnelles des Européens. La République tchèque a signé un protocole d’entente avec les Etats-Unis sur l’échange de données concernant les passagers des vols transatlantiques : un accord qui illustre à nouveau le peu de cas que font certains pays de la protection des données à caractère personnel. C’est en ces termes pour le moins ambigus que le ministre de l’intérieur de la République tchèque, Ivan Langer, a expliqué ce qui avait motivé son pays à signer ce protocole d’entente (MoU) avec les Etats-Unis sur l’échange des données. En clair, Prague a faim d’exemption de visa pour ses ressortissants se rendant aux Etats-Unis.

Von: rue89.com

29.1.2008. Vers une base de données biométriques mondiale? Le renseignement américain lance la collecte des données biométriques à grande échelle. Le Guardian a récemment révélé que les Etats-Unis ont proposé à leur allié de la vieille Europe de partager les données biométriques recensées par les services de police britannique. Intitulé “Server in the Sky”, le projet permettrait de mettre en commun toutes sortes de données, de l’iris de l’oeil, aux empreintes de la paume ou des doigts. D’autres informations personnelles pourraient être ajoutées, pour constituer cette nouvelle base qui regrouperait le profil de plusieurs millions de suspects.

Von: vgt.ch

19. August 2008. Überwachungsstaat unter dem Vorwand der Terrorismusbekämpfung. Wer nichts zu verbergen habe, der habe vom Überwachungssstaat nichts zu befürchten, meinen einfache, naive Gemüter. Sie haben aus der Fichen-Affäre nichts gelernt. Der Lehrer, der damals aus unerklärlichen Gründen keine Stelle mehr fand, erfuhr den Grund erst Jahrzehnte später, als der Fichenskandal aufflog: Er war als Kommunismusverdächtiger fichiert, weil er einmal eine Reise nach Moskau gemacht hatte. Er hatte nichts zu verbergen, aber wurde unschuldig arbeitslos.

Von: blog.netzpiraten.ch

Eigentlich braucht man gar keine Tageszeitungen mehr, um durchzublicken, was da abläuft weltweit. Der biometrische Pass ist ein Mosaikstein mehr zum gläsernen Menschen - global! Und der gläserne Mensch ist Voraussetzung, dass er auch global überwacht werden kann. Der implantierte Chip ist längst Realität und wird beispielsweise in der Hundehaltung bereits obligatorisch praktisch angewandt. Bis er beim Menschen implantiert wird - obligatorisch - ist nur eine Frage der Zeit. Natürlich kann man sagen, man hat ja nichts zu verbergen, wenn man sich korrekt verhält, nur Legales tut usw. Aber die Kriterien, was legal ist und was nicht, ändern sich laufend. Eines Tages ist es nicht mehr legal, mehr als einen Deziliter Flüssigkeit im Handgepäck mitzuführen. Und eines Tages ist es nicht mehr legal, sich zu etwas eine eigene Meinung zu bilden. Oder diese gar auszusprechen. Dies kann durchaus im Rahmen der Terrorbekämpfung oder anderer Programme geschehen, für die man dann auch noch Verständnis aufbringen soll.

Von: tagesspiegel.de

11.2.2007. Es war zu dieser Zeit, als Lukas Grunwald wütend wurde. Über die Geringschätzung des Innenministeriums und auf Ex-Innenminister Otto Schily persönlich. Der, so wurde im August 2006 bekannt, trat nach seinem Abtritt aus der Regierung den Aufsichtsräten von zwei Biometrie-Firmen bei: die Safe ID Solutions AG und die Byometric Systems AG. Die Firmen verdienen ihr Geld mit Maschinen für die Produktion von biometrischen Pässen, dem Verkauf einer Technik, die Schily zu Amtszeiten mit Nachdruck gefördert hatte. Eine kleine Anfrage der FDP-Abgeordneten Gisela Piltz hat ergeben, dass Schily im Amt persönlich mit der Byometric Systems AG Gespräche geführt hat. Auch war die Byometric Systems in seiner Amtszeit Nutznießer eines Auftrags des Innenministeriums. … Grunwald kann sich nicht vorstellen, dass ein Schwarzmarkt für biometrische Daten lange auf sich warten lässt. Ein Grund: Ausländer, die ein Visum für die Bundesrepublik beantragen, werden “biometrisch identifiziert”: Foto und Fingerabdruck werden mit den Datenbanken der Polizei abgeglichen. Biometrische Daten von Unschuldigen werden für Visumsfälscher da schnell wertvoll.

Von: Financial Times Deutschland

3.4.2009. Von biometrischen Passkontrollen erhoffen sich Flughäfen und IT-Konzerne gute Geschäfte - allein die Tücken der Technik werden allzu oft unterschätzt. So also soll die Grenzkontrolle der Zukunft aussehen: Ein Scanner für den Reisepass, einer für Fingerabdrücke, eine Kamera, um Fotos zu machen, die ein Computer mit dem im Pass vergleicht. Glastüren, die sich öffnen, wenn alles seine Richtigkeit hat. In dem Szenario, das das IT-Beratungsunternehmen Accenture in Brüssel entwirft macht Ärger: der Prototyp der Anlage. Für die Gesichtserkennungssoftware stimmen die Passfotos regelmäßig nur zu drei Prozent mit den Personen vor der Kamera überein. Acht Sekunden sind für das Scannen des Passes eingeplant. Tatsächlich dauert es deutlich länger und bricht ab, wenn der Ausweis versehentlich bewegt wird. “Das System funktioniert”, gibt sich Claus Wilkki trotzdem zuversichtlich. Der Marketingdirektor muss es sein: Es geht schließlich um den nach Amerika wichtigsten Markt für elektronische Grenzkontrollen, die EU. … Neben Accenture hoffen Konzerne wie EADS, BAE Systems oder Sagem Sécurité auf lukrative Aufträge aus den Mitgliedsstaaten. … Den USA war die elektronische Aufrüstung ihrer Grenzen 2004 über fünf Jahre immerhin 10 Mrd. $ wert. … Neben den Tücken der Technik müssen Unternehmen aber auch mit Sicherheitsproblemen kämpfen, warnen Kritiker. Vor allem Fingerabdruckscanner seien unzuverlässig: Für gefälschte Abdrücke brauche man nur Holzleim, einen Laserdrucker, Grafitpulver und einen Pinsel, so Jan Krissler vom Chaos Computer Club. “Man investiert 5 Euro und fertig.”

Von: zeit.de

31.01.2008. Zwar warnten in der Folge im Innenausschuss des Bundestages eine Reihe von Gutachtern, der biometrische Pass bringe mehr Unsicherheit als Sicherheit; Kriminelle könnten die Fingerabdruckdaten ausspähen und an Tatorten falsche Spuren hinterlassen. Ausländische Geheimdienste könnten auf diese Weise Bürger anderer Staaten kompromittieren; kein Mensch wisse, in welche Hände die Daten im Ausland gelangen könnten; für die US-Regierung seien Fingerabdrücke in Pässen daher undenkbar. Und keiner der großen islamistischen Anschläge, weder der vom 11. September 2001 noch die von Madrid oder London, sei mit biometrischen Pässen zu verhindern gewesen.